Fragen
Fragen und Antworten
Hier finden Sie die Fragen, die Einsteiger am häufigsten stellen: in den ersten Tagen nach dem Kauf des Aquariums, vor dem Besuch im Zoofachgeschäft und in dem Moment, in dem sich ein Fisch plötzlich seltsam verhält. Die Antworten sind kurz und allgemein, und wo alles von der Art abhängt, sagen wir das offen.
Die Frage „Was wäre, wenn …?“ stellen Sie besser vor dem Fischkauf als danach. Die meisten Probleme im Aquarium beginnen mit einer übereilten Entscheidung.
Wasser
Warum ist Wasser direkt aus dem Hahn gefährlich?
Leitungswasser wird mit Chlor oder Chloramin desinfiziert, und beides schadet Fischen. Chlor verflüchtigt sich beim Abstehenlassen, Chloramin bleibt. Dagegen hilft ein Wasseraufbereiter.
Was ist der Stickstoffkreislauf und warum sollte ich ihn kennen?
Aus Fischausscheidungen und Futterresten entsteht Ammoniak. Nützliche Bakterien wandeln es in Nitrit und dann in Nitrat um. Ammoniak und Nitrit sind giftig, Nitrat ist weniger giftig, reichert sich aber an und wird durch Teilwasserwechsel entfernt.
Warum ist das Wasser wenige Tage nach dem Start trüb geworden?
In einem neuen Aquarium bildet sich das Gleichgewicht erst, und eine leichte Trübung ist häufig. Wechseln Sie nicht das ganze Wasser und geben Sie nichts auf gut Glück hinzu: Beobachten Sie die Fische, füttern Sie sparsam und fragen Sie im Zweifel einen erfahrenen Aquarianer.
Muss ich Temperatur und Wasserhärte messen?
Ja, aber die passenden Werte hängen von der Art ab. Manche Fische mögen weiches, kühles Wasser, andere warmes und hartes. Richten Sie sich nach der Beschreibung der jeweiligen Art und halten Sie die Bedingungen stabil.
Fische und Mitbewohner
Kann ich beliebige schöne Fische zusammen halten?
Nein. Fische unterscheiden sich in Größe, Temperament und Ansprüchen an das Wasser. Ein großer Fisch kann einen kleinen fressen, ein ruhiger neben einem hektischen leiden. Prüfen Sie vor dem Kauf die Verträglichkeit jedes Artenpaars.
Warum rät der Verkäufer, Fische in einer Gruppe zu kaufen?
Viele Arten sind Schwarmfische: Allein sind sie nervös, verstecken sich und fressen schlechter. In einer Gruppe von Artgenossen verhalten sie sich natürlicher. Wie viele Tiere nötig sind, steht in der Beschreibung der jeweiligen Art.
Vertragen sich Garnelen und Schnecken mit Fischen?
Oft ja, aber nicht immer. Manche Fische fressen kleine Garnelen sehr gern, und einige Schnecken vermehren sich schnell. Informieren Sie sich vorher, welcher Bewohner für einen anderen zum Futter werden könnte.
Wie setze ich einen neuen Fisch richtig ein?
Halten Sie ihn am besten zunächst in einem separaten Quarantänebecken und beobachten Sie ihn. So tragen Sie keine Krankheit in den Bestand. Setzen Sie den Neuling danach in Ruhe ein, nachdem Sie die Temperatur im Beutel an die im Aquarium angeglichen haben.
Pflege und Gesundheit
Wie viel Futter sollen die Fische bekommen?
So viel, wie sie zügig fressen, ohne dass Reste auf dem Boden bleiben. Überfüttern ist gefährlicher als knappes Füttern: Nicht gefressenes Futter fault, erhöht den Ammoniakgehalt und verschlechtert das Wasser für alle Bewohner.
Woran erkenne ich, dass mit einem Fisch etwas nicht stimmt?
Aufmerksam werden sollten Sie bei Trägheit, Futterverweigerung, angelegten Flossen, Belägen oder Flecken am Körper und hastigem Atmen an der Oberfläche. Wenden Sie sich dann an einen erfahrenen Aquarianer oder einen Tierarzt, der Fische behandelt.
Was mache ich mit dem Aquarium während des Urlaubs?
Führen Sie vor der Abreise einen normalen Teilwasserwechsel durch und prüfen Sie die Technik. Gesunde erwachsene Fische überstehen eine kurze Futterpause meist problemlos. Bei längerer Abwesenheit bitten Sie jemanden, nach dem Rechten zu sehen – und nicht zu überfüttern.
Wohin mit den Fischen, wenn ich das Aquarium nicht mehr möchte?
Setzen Sie sie nicht in Teich oder Fluss aus: Sie können invasiv werden und Krankheiten verbreiten. Bieten Sie die Fische Aquarianern, örtlichen Vereinen an oder fragen Sie im Zoofachgeschäft nach einer Rücknahme. Die Regeln dazu unterscheiden sich je nach Land – prüfen Sie die örtlichen Vorschriften.
Lesen Sie auch
- Themen
Vier große Themen: Wasser und Stickstoffkreislauf, Technik, Aquarienbewohner und regelmäßige Pflege.
- Praxis
Schritt-für-Schritt-Beitrag zum stressfreien Teilwasserwechsel. Außerdem hier: der Beitragskatalog.
- Nachschlagen
Kleines Aquarien-Wörterbuch: Stickstoffkreislauf, Nitrit, Wasseraufbereiter, Quarantäne, Schwarmfische und mehr.
Quellen
- Aquaristik-Ratgeber für Einsteiger
- Fachliteratur zu biologischen Invasionen
Die Angaben entsprechen dem Stand am Erstellungsdatum der Seite. Fische, Pflanzen und Wirbellose haben sehr unterschiedliche Ansprüche. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf eines neuen Bewohners unbedingt die Anforderungen genau dieser Art.